Bildungsreise

Die IZB begibt sich auf Bildungsreise – Wissenschaftliche Perspektiven auf die Bildung der Zukunft

15.12.2025

Heilbronn – Zentrale

Selin Kocaoglu

v.l.n.r.: Prof. Dr. Katharina Spieß, Prof. Dr. Britta Klopsch, Prof. Dr. Bernhard Köppen, Prof. Dr. Natalyia Soultanian

Wie sieht Bildung aus, die Kinder wirklich stark macht?
Wie kann Bildung auf eine Welt vorbereiten, die sich ständig wandelt – sozial, technologisch und kulturell?

Mit unserer Bildungsreise möchten wir diesen Fragen auf den Grund gehen. Selin Kocaoglu, Referentin für Kommunikation bei der Initiative Zukunftsbildung, hat sich auf den Weg gemacht: zu Forscher:innen, die Bildung aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Blickwinkeln betrachten.

In einer vierteiligen Videoserie nimmt sie uns mit auf eine Reise durch Deutschland und eröffnet spannende Einblicke in Forschung, Praxis und Zukunftsfragen.

Mit dem aktuellen Format der Bildungsreise auf Instagram zeigt unsere Kollegin Selin Kocaoglu, Referentin für Kommunikation bei der Initiative Zukunftsbildung, unterschiedliche Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Perspektiven rund um die Themen Bildung, Zukunft und Chancengerechtigkeit.

Die Videoserie bietet spannende Impulse zu Fragen wie:

  • Welche Kompetenzen brauchen Kinder in einer komplexen, sich wandelnden Welt?
  • Wie muss Schule und frühe Bildung gestaltet sein, damit jedes Kind die besten Startchancen bekommt?
  • Welche Rolle spielen gesellschaftliche Entwicklungen wie der demografische Wandel?

Station 1: Wiesbaden – Bildung im demographischen Wandel

Die erste Station führte uns nach Wiesbaden zu Prof. Dr. Spieß vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung.

Mit ihr haben wir über die Rolle von Familie, Chancenungleichheit und die Auswirkungen des demografischen Wandels gesprochen. Sie betont, dass Kinder und junge Menschen den Sockel unserer Gesellschaft bilden und deshalb zielgenau und individuell gefördert werden müssen. Gute familiäre Begleitung, frühkindliche Bildung und gleiche Chancen für alle Kinder sind entscheidend, um unsere Gesellschaft zukunftsfähig zu machen.

Station 2: Karlsruhe – Zukunftskompetenzen und Schultransformation

Anschließend ging es nach Karlsruhe zu Prof. Dr. Klopsch am Karlsruher Institut für Technologie.

Mit ihr sprachen wir über die Kompetenzen, die Kinder brauchen, um in einer unvorhersehbaren und komplexen Zukunft bestehen zu können. Besonders wichtig sind ihrer Ansicht nach die vier K: Kreativität, kritisches Denken, Kooperation und Kommunikation. Auch die Rolle der Schule bei der Integration dieser Fähigkeiten wurde beleuchtet. Darüber hinaus gab sie spannende Einblicke in ihre Vision einer Schule der Zukunft: eine Schule, die über Fächergrenzen hinweg denkt und wo unterschiedliche Ebenen des Systems verschränkter miteinander arbeiten.

Station 3: Koblenz – Bildung in einer Welt im Wandel

In Koblenz trafen wir Prof. Dr. Köppen von der Universität Koblenz, Bevölkerungsgeograph und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Demographie.

Mit ihm haben wir über globale und nationale Entwicklungen bis 2050 gesprochen. Und wie Schule hierauf vorbereiten kann. Seine Botschaft ist klar: Kinder müssen lernen, mit Komplexität umzugehen. Hierzu braucht es eine Bildung, die Mut macht und kein Weltuntergangsszenario zeichnet.

Station 4: Stuttgart – Zukunft der frühkindlichen Bildung

Unsere letzte Bildungsreise führte uns weiter nach Stuttgart zum Forum Frühkindliche Bildung.

Dort sprachen wir mit Frau Prof. Dr. Soultanian über die Zukunft frühkindlicher Bildung und darüber, welche Kompetenzen Kinder heute brauchen, um die Welt von morgen zu gestalten. Klar wurde: Kinder benötigen weit mehr als Fachwissen. Entscheidend sind sozial-emotionale Fähigkeiten, Kommunikationsstärke, Selbstbestimmung, Empathie, digitale Kompetenzen und Lernbereitschaft.

Zudem betonte Frau Prof. Dr. Soultanian die zentrale Rolle pädagogischer Fachkräfte. Sie gestalten den Alltag der Kinder, stärken individuelle Potenziale und arbeiten eng mit Familien zusammen. Gute frühkindliche Bildung schafft damit die Basis für Selbstwirksamkeit, Teilhabe und Demokratiekompetenz.

Warum diese Bildungsreise wichtig ist

Mit der Bildungsreise wollen wir wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich machen und Perspektiven aus der Forschung, die auch in unsere Vision für gute Bildung für das 21. Jahrhundert eingeflossen sind, sichtbar machen.

Die Interviews zeigen, wie Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen auf zukünftige Herausforderungen blicken und welche Impulse sich daraus für Kita, Grundschule und Bildungspolitik ableiten lassen.

Begleiten Sie uns!

Alle Videos und Insights zur Bildungsreise finden Sie auf unseren Instagram-Account.

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FAQ

Fragen zur Arbeit, den Themenfeldern, den Anforderungen an Einrichtungen und vieles mehr

Kinder im Fokus. Bildung im Wandel. Das ist der Leitsatz, der das Handeln der Initiative Zukunftsbildung prägt. Wir sind eine gemeinnützige Organisation deren Ziel es ist, dass alle Kinder in Deutschland Zugang zu guter Bildung in Kita, Hort und Grundschule haben. Diese stärkt sie, um eine Welt im Wandel aktiv zu gestalten.

Um das zu erreichen, denken wir die Bildung von morgen heute anders. Wir erproben neue Wege, erforschen innovative Konzepte und evaluieren ihre Wirkung. Dabei stehen die Kinder stets im Zentrum. Wir gestalten den Bildungswandel nicht allein. Wir holen uns starke Partner:innen an die Seite. Wir flechten Netzwerke, stoßen Dialoge an und verändern gemeinsam mit Praxis und Wissenschaft, Verwaltung und Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft das System.

Die Welt verändert sich ständig, zum Beispiel durch neue Technologien, den Klimawandel oder gesellschaftliche Veränderungen. Kinder müssen deshalb heute Fähigkeiten erlernen, die ihnen helfen, mit Veränderungen von morgen gut umzugehen.

Dazu gehören Zuversicht, sozial-emotionale Fähigkeiten, Selbstregulation, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaftsfähigkeit. Wichtige Bildungsbereiche sind außerdem Kritisches Denken, Kommunizieren, Ästhetische Bildung und gesund leben.

Diese Kompetenzen stärken Kinder in ihrer Entwicklung und befähigen sie, die Welt in Zukunft aktiv und verantwortlich mitzugestalten.

Ein Reallabor ist ein Netzwerk, in dem insgesamt 30 BIldungseinrichtungen gemeinsam mit Bildungsforschenden, Erzieher:innen und Lehrkräften neue Ideen für gute Bildung entwickeln. Diese werden direkt in ihrer Einrichtung erprobt und weiterentwickelt. Je nach Region gehören dazu Kitas, Horte und Grundschulen.

Im Reallabor arbeiten Praxis und Wissenschaft eng zusammen: Erfahrungen aus dem pädagogischen Alltag fließen in die Forschung ein. Gleichzeitig werden wissenschaftliche Erkenntnisse so aufbereitet, dass sie im Alltag genutzt werden können.

So können neue Ansätze für Bildung unter realen Bedingungen erprobt, reflektiert und gemeinsam verbessert werden.

Die Initiative Zukunftsbildung begleitet jede Zukunftseiinrichtung über drei Jahre dabei, eine gute und zukunftsorientierte Bildung umzusetzen.

Dafür bieten wir verschiedene Veranstaltungen sowie Materialien und Methoden an, die die Einrichtung entsprechend ihrer Bedürfnisse nutzen kann. Darüber hinaus unterstützen wir die Einrichtung direkt vor Ort, je nach Bedarf zum Beispiel durch Workshops, Hospitationen und Veranstaltungen für Eltern.

So schaffen wir Raum für Austausch, neue Ideen und gemeinsame Entwicklung.

Durch die Zusammenarbeit erhält die Einrichtung eine langfristige Begleitung bei ihrer pädagogischen Weiterentwicklung. Dabei erhält sie Zugang zu wissenschaftlich fundierten Methoden, fachlichem Austausch und Fortbildungen.

Alle teilnehmenden Einrichtungen investieren durch die Zusammenarbeit in die eigene pädagogische Qualität, die sich wiederrum positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt

Wenn Ihr Kind eine Reallaboreinrichtung besucht, bedeutet das, dass es in einer Umgebung lernt, die auf Freude am Lernen ausgerichtet ist. Gleichzeitig wird in der Reallaboreinrichtung eine Bildung umgesetzt, die Ihr Kind auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.

Wir arbeiten dabei mit dem Team der Einrichtung zusammen und unterstützen dieses durch fachliche Begleitung, Materialien und neue Impulse für die pädagogische Arbeit. Mit den Kindern selbst arbeiten wir in der Regel nicht.

Sollte im Verlauf des Projekts eine Befragung oder Beobachtung von Kindern sinnvoll sein, erfolgt dies nur unter den dafür geltenden Voraussetzungen.

Die Anschubfinanzierung zur Gründung der Zentrale und des Reallaborstandorts Heilbronn  stellt die Dieter Schwarz Stiftung zur Verfügung.  

Für die Arbeit an den anderen Reallaborstandorten beantragt die Initiative Zukunftsbildung Bundesmittel. Das Reallabor Burgenlandkreis erhält rund 4,75 Millionen Euro im Rahmen des STARK-Förderprogramms für den Strukturwandel in deutschen Kohleregionen des Bundes.

Derzeit gibt es je ein Reallabor in Heilbronn (Baden-Württemberg) und im Burgenlandkreis (Sachen-Anhalt). Die Initiative Zukunftsbildung plant ihre Standorte bewusst an Orten, die den Wandel aktuell bereits besonders spüren.

Weitere Reallabore sind in Görlitz (Sachsen) sowie im Rheinischen Revier (NRW) geplant. Von den Standorten soll ein Veränderungsimpuls in das jeweilige Bundesland und in die ganze Bildungsrepublik ausgehen.

Der Burgenlandkreis befindet sich mitten im Strukturwandel. Der Ausstieg aus der Braunkohle verändert die Region und stellt viele Menschen vor neue Herausforderungen. Dazu trägt zusätzlich der demografische Wandel bei. Gleichzeitig bietet diese Veränderungen die Chance, Dinge neu zu denken und gemeinsam zu gestalten. Genau hier setzt unser Reallabor an.

Heilbronn steht wie kaum eine andere Region für tiefgreifenden Wandel – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell. Die Transformation der Automobilindustrie und die stetige Erweiterung des Bildungscampus sind nur zwei Beispiele für die Veränderungen, die Menschen vor Ort erleben. Für uns ist Heilbronn deshalb kein Zufallsstandort, sondern bewusst gewählter Ausgangspunkt für zukunftsweisende Bildungsarbeit.

Sie können sich jederzeit mit Fragen und Anregungen an das Reallabor in Ihrer Region wenden. Kontaktdaten finden Sie hier:

FAQ

Fragen zur Arbeit, den Themenfeldern, den Anforderungen an Einrichtungen und vieles mehr

Kinder im Fokus. Bildung im Wandel. Das ist der Leitsatz, der das Handeln der Initiative Zukunftsbildung prägt. Wir sind eine gemeinnützige Organisation deren Ziel es ist, dass alle Kinder in Deutschland Zugang zu guter Bildung in Kita, Hort und Grundschule haben. Diese stärkt sie, um eine Welt im Wandel aktiv zu gestalten.

Um das zu erreichen, denken wir die Bildung von morgen heute anders. Wir erproben neue Wege, erforschen innovative Konzepte und evaluieren ihre Wirkung. Dabei stehen die Kinder stets im Zentrum. Wir gestalten den Bildungswandel nicht allein. Wir holen uns starke Partner:innen an die Seite. Wir flechten Netzwerke, stoßen Dialoge an und verändern gemeinsam mit Praxis und Wissenschaft, Verwaltung und Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft das System.

Die Welt verändert sich ständig, zum Beispiel durch neue Technologien, den Klimawandel oder gesellschaftliche Veränderungen. Kinder müssen deshalb heute Fähigkeiten erlernen, die ihnen helfen, mit Veränderungen von morgen gut umzugehen.

Dazu gehören Zuversicht, sozial-emotionale Fähigkeiten, Selbstregulation, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaftsfähigkeit. Wichtige Bildungsbereiche sind außerdem Kritisches Denken, Kommunizieren, Ästhetische Bildung und gesund leben.

Diese Kompetenzen stärken Kinder in ihrer Entwicklung und befähigen sie, die Welt in Zukunft aktiv und verantwortlich mitzugestalten.

Ein Reallabor ist ein Netzwerk, in dem insgesamt 30 BIldungseinrichtungen gemeinsam mit Bildungsforschenden, Erzieher:innen und Lehrkräften neue Ideen für gute Bildung entwickeln. Diese werden direkt in ihrer Einrichtung erprobt und weiterentwickelt. Je nach Region gehören dazu Kitas, Horte und Grundschulen.

Im Reallabor arbeiten Praxis und Wissenschaft eng zusammen: Erfahrungen aus dem pädagogischen Alltag fließen in die Forschung ein. Gleichzeitig werden wissenschaftliche Erkenntnisse so aufbereitet, dass sie im Alltag genutzt werden können.

So können neue Ansätze für Bildung unter realen Bedingungen erprobt, reflektiert und gemeinsam verbessert werden.

Die Initiative Zukunftsbildung begleitet jede Zukunftseiinrichtung über drei Jahre dabei, eine gute und zukunftsorientierte Bildung umzusetzen.

Dafür bieten wir verschiedene Veranstaltungen sowie Materialien und Methoden an, die die Einrichtung entsprechend ihrer Bedürfnisse nutzen kann. Darüber hinaus unterstützen wir die Einrichtung direkt vor Ort, je nach Bedarf zum Beispiel durch Workshops, Hospitationen und Veranstaltungen für Eltern.

So schaffen wir Raum für Austausch, neue Ideen und gemeinsame Entwicklung.

Durch die Zusammenarbeit erhält die Einrichtung eine langfristige Begleitung bei ihrer pädagogischen Weiterentwicklung. Dabei erhält sie Zugang zu wissenschaftlich fundierten Methoden, fachlichem Austausch und Fortbildungen.

Alle teilnehmenden Einrichtungen investieren durch die Zusammenarbeit in die eigene pädagogische Qualität, die sich wiederrum positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt

Wenn Ihr Kind eine Reallaboreinrichtung besucht, bedeutet das, dass es in einer Umgebung lernt, die auf Freude am Lernen ausgerichtet ist. Gleichzeitig wird in der Reallaboreinrichtung eine Bildung umgesetzt, die Ihr Kind auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.

Wir arbeiten dabei mit dem Team der Einrichtung zusammen und unterstützen dieses durch fachliche Begleitung, Materialien und neue Impulse für die pädagogische Arbeit. Mit den Kindern selbst arbeiten wir in der Regel nicht.

Sollte im Verlauf des Projekts eine Befragung oder Beobachtung von Kindern sinnvoll sein, erfolgt dies nur unter den dafür geltenden Voraussetzungen.

Die Anschubfinanzierung zur Gründung der Zentrale und des Reallaborstandorts Heilbronn  stellt die Dieter Schwarz Stiftung zur Verfügung.  

Für die Arbeit an den anderen Reallaborstandorten beantragt die Initiative Zukunftsbildung Bundesmittel. Das Reallabor Burgenlandkreis erhält rund 4,75 Millionen Euro im Rahmen des STARK-Förderprogramms für den Strukturwandel in deutschen Kohleregionen des Bundes.

Derzeit gibt es je ein Reallabor in Heilbronn (Baden-Württemberg) und im Burgenlandkreis (Sachen-Anhalt). Die Initiative Zukunftsbildung plant ihre Standorte bewusst an Orten, die den Wandel aktuell bereits besonders spüren.

Weitere Reallabore sind in Görlitz (Sachsen) sowie im Rheinischen Revier (NRW) geplant. Von den Standorten soll ein Veränderungsimpuls in das jeweilige Bundesland und in die ganze Bildungsrepublik ausgehen.

Der Burgenlandkreis befindet sich mitten im Strukturwandel. Der Ausstieg aus der Braunkohle verändert die Region und stellt viele Menschen vor neue Herausforderungen. Dazu trägt zusätzlich der demografische Wandel bei. Gleichzeitig bietet diese Veränderungen die Chance, Dinge neu zu denken und gemeinsam zu gestalten. Genau hier setzt unser Reallabor an.

Heilbronn steht wie kaum eine andere Region für tiefgreifenden Wandel – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell. Die Transformation der Automobilindustrie und die stetige Erweiterung des Bildungscampus sind nur zwei Beispiele für die Veränderungen, die Menschen vor Ort erleben. Für uns ist Heilbronn deshalb kein Zufallsstandort, sondern bewusst gewählter Ausgangspunkt für zukunftsweisende Bildungsarbeit.

Sie können sich jederzeit mit Fragen und Anregungen an das Reallabor in Ihrer Region wenden. Kontaktdaten finden Sie hier: