Innovative Bildung im Reallabor Heilbronn

Good Practice erleben: Preisgekrönte Kitas und Schulen beim Online-Impuls im Reallabor Heilbronn

22.01.2026

Heilbronn

Vanessa Dietz

Preisgekrönte Kitas und Schulen beim Online-Impuls im Reallabor Heilbronn

Von offenen Lernlandschaften über partizipative Projekte bis hin zu Kinderperspektiven – die preisgekrönten Einrichtungen zeigen, wie zukunftsorientierte Bildung heute schon gelebt wird. Inspiration, Austausch und Vernetzung stehen dabei im Mittelpunkt.

Seit der Eröffnung des Reallabors Heilbronn ist viel passiert. Zwei Innovationswerkstätten, erste Online-Impulse und das Netzwerken zahlreicher Zukunftseinrichtungen. Die Vorbereitungen für die dritte Werkstatt sind bereits in vollem Gange. Das Reallabor ist ein Ort, an dem Praxis, Wissenschaft und Politik gemeinsam zukunftsorientierte Bildung gestalten.

Innovationswerkstätten: Vernetzen, Visionen entwickeln, gemeinsam gestalten

Die erste Werkstatt im Oktober startete voller Energie. Die Teams lernten sich kennen, tauschten sich aus und entwickelten erste Visionen für die Bildungslandschaft der Zukunft. Dabei ging es auch darum, den Ist-Stand der Einrichtungen zu erfassen und erste Ideen für Projekte zu sammeln. Mit dem neuen Arbeitsheft ausgestattet, konnten die Teams sich mit ihrer eigenen Vision von Zukunftsbildung auseinandersetzen und erste Visionen entwickeln.

In der zweiten Werkstatt rückte die Teamkultur in den Fokus: Wie entsteht ein Miteinander, das Innovation trägt? Die Teams reflektierten ihre Teamkultur, erhielten datengestützte Impulse und entdeckten Verbindungen zu anderen Einrichtungen. Im offenen Co-Working-Space nutzten sie die Gelegenheit, voneinander zu lernen, Visionen zu schärfen und erste Linien für die weitere Arbeit in Richtung Zukunftsbildung zu entwickeln.

In der zweiten Innovationswerkstatt stand Teamkultur im Fokus. Foto: Dietz

Erste Online-Impulse: Kinderperspektive im Mittelpunkt

Zudem startete im November der erste Online-Impuls: Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann referierte zum Thema Kinderperspektive. 32 Kitas und Grundschulen aus Heilbronn und Umgebung diskutierten, wie die Perspektiven der Kinder aktiv in die Gestaltung von zukunftsorientierten Bildungsprozessen eingebunden werden können. In den anschließenden Breakout-Sessions wurden die Impulse reflektiert und Ideen für die pädagogische Praxis entwickelt.

Zweiter Online-Impuls: Preisgekrönte Einrichtungen zeigen Good Practices

Am 21. Januar öffnete das Reallabor erneut seine digitalen Türen – diesmal für sechs preisgekrönte Kitas und Schulen. Sie gaben praxisnahe Einblicke in ihre Konzepte und zeigten, wie zukunftsorientierte Bildung umgesetzt werden kann.

Kita St. Franziskus im Kirchtal in Benningen. Foto: Dietz

Schulen und Kitas als Lernlabor

Eine Schule ohne feste Klassenräume. Eine Kita, in der Kinder Räume und Projekte selbst gestalten. Eine weitere Einrichtung, die Bewegung und sozial-emotionale Kompetenzen konsequent in den Mittelpunkt stellt. Die Vielfalt der Konzepte machte eines deutlich: Innovation in der Bildung kann viele Formen annehmen.

Die teilnehmenden Einrichtungen im Überblick

  • Kita Zwergennest (Marchtrenk, Österreich): Kinderperspektivenansatz, altersgemischte Gruppen und naturnahe Lernangebote geben Kindern Verantwortung und Gestaltungsspielraum.
  • AWO Kita „Tausendfüßler“ (Potsdam, Deutscher Kita-Preis 2025, Finalist): Kombination aus Bewegung, offenen Strukturen und Programmen wie Papilio stärkt sozial-emotionale Kompetenzen.
  • Schule An der Burgweide (Hamburg, Deutscher Schulpreis 2025): Jahrgangsübergreifendes Lernen, demokratische Prozesse und partizipative Unterrichtsformen fördern Selbstverantwortung und Mitgestaltung.
  • Grundschule Schuttertal (Deutscher Schulpreis 2020): Projektorientiertes und naturbezogenes Lernen, Philosophieren mit Kindern und aktive Beteiligung an Entscheidungen.
  • Allemannenschule Wutöschingen (Deutscher Schulpreis 2019): Offene Lernlandschaften ermöglichen selbstorganisiertes Lernen und Verantwortung für den eigenen Lernprozess.

Impulse für Bildung und Vernetzung

Die Online-Impulse zeigen, wie innovative Bildung in der Praxis umgesetzt werden kann. Sie fördern Austausch, Vernetzung unter den Einrichtungen und machen noch mehr Lust  in Richtung Zukunftsbildung aufzubrechen. Die teilnehmenden Einrichtungen berichten von ihren Erfahrungen, geben Impulse und machen sichtbar, wie vielfältig und kreativ pädagogische Praxis sein kann.

Mit Formaten wie diesen stärkt das Reallabor Heilbronn die Bildungsentwicklung vor Ort und schafft Plattformen, auf denen Inspiration, Bildung und Innovation zusammenkommen. Und es geht weiter: Wir freuen uns schon auf die 3. Innovationswerkstatt am 25. Februar 2026.  

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FAQ

Fragen zur Arbeit, den Themenfeldern, den Anforderungen an Einrichtungen und vieles mehr

Kinder im Fokus. Bildung im Wandel. Das ist der Leitsatz, der das Handeln der Initiative Zukunftsbildung prägt. Wir sind eine gemeinnützige Organisation deren Ziel es ist, dass alle Kinder in Deutschland Zugang zu guter Bildung in Kita, Hort und Grundschule haben. Diese stärkt sie, um eine Welt im Wandel aktiv zu gestalten.

Um das zu erreichen, denken wir die Bildung von morgen heute anders. Wir erproben neue Wege, erforschen innovative Konzepte und evaluieren ihre Wirkung. Dabei stehen die Kinder stets im Zentrum. Wir gestalten den Bildungswandel nicht allein. Wir holen uns starke Partner:innen an die Seite. Wir flechten Netzwerke, stoßen Dialoge an und verändern gemeinsam mit Praxis und Wissenschaft, Verwaltung und Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft das System.

Die Welt verändert sich ständig, zum Beispiel durch neue Technologien, den Klimawandel oder gesellschaftliche Veränderungen. Kinder müssen deshalb heute Fähigkeiten erlernen, die ihnen helfen, mit Veränderungen von morgen gut umzugehen.

Dazu gehören Zuversicht, sozial-emotionale Fähigkeiten, Selbstregulation, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaftsfähigkeit. Wichtige Bildungsbereiche sind außerdem Kritisches Denken, Kommunizieren, Ästhetische Bildung und gesund leben.

Diese Kompetenzen stärken Kinder in ihrer Entwicklung und befähigen sie, die Welt in Zukunft aktiv und verantwortlich mitzugestalten.

Ein Reallabor ist ein Netzwerk, in dem insgesamt 30 BIldungseinrichtungen gemeinsam mit Bildungsforschenden, Erzieher:innen und Lehrkräften neue Ideen für gute Bildung entwickeln. Diese werden direkt in ihrer Einrichtung erprobt und weiterentwickelt. Je nach Region gehören dazu Kitas, Horte und Grundschulen.

Im Reallabor arbeiten Praxis und Wissenschaft eng zusammen: Erfahrungen aus dem pädagogischen Alltag fließen in die Forschung ein. Gleichzeitig werden wissenschaftliche Erkenntnisse so aufbereitet, dass sie im Alltag genutzt werden können.

So können neue Ansätze für Bildung unter realen Bedingungen erprobt, reflektiert und gemeinsam verbessert werden.

Die Initiative Zukunftsbildung begleitet jede Zukunftseiinrichtung über drei Jahre dabei, eine gute und zukunftsorientierte Bildung umzusetzen.

Dafür bieten wir verschiedene Veranstaltungen sowie Materialien und Methoden an, die die Einrichtung entsprechend ihrer Bedürfnisse nutzen kann. Darüber hinaus unterstützen wir die Einrichtung direkt vor Ort, je nach Bedarf zum Beispiel durch Workshops, Hospitationen und Veranstaltungen für Eltern.

So schaffen wir Raum für Austausch, neue Ideen und gemeinsame Entwicklung.

Durch die Zusammenarbeit erhält die Einrichtung eine langfristige Begleitung bei ihrer pädagogischen Weiterentwicklung. Dabei erhält sie Zugang zu wissenschaftlich fundierten Methoden, fachlichem Austausch und Fortbildungen.

Alle teilnehmenden Einrichtungen investieren durch die Zusammenarbeit in die eigene pädagogische Qualität, die sich wiederrum positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt

Wenn Ihr Kind eine Reallaboreinrichtung besucht, bedeutet das, dass es in einer Umgebung lernt, die auf Freude am Lernen ausgerichtet ist. Gleichzeitig wird in der Reallaboreinrichtung eine Bildung umgesetzt, die Ihr Kind auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.

Wir arbeiten dabei mit dem Team der Einrichtung zusammen und unterstützen dieses durch fachliche Begleitung, Materialien und neue Impulse für die pädagogische Arbeit. Mit den Kindern selbst arbeiten wir in der Regel nicht.

Sollte im Verlauf des Projekts eine Befragung oder Beobachtung von Kindern sinnvoll sein, erfolgt dies nur unter den dafür geltenden Voraussetzungen.

Die Anschubfinanzierung zur Gründung der Zentrale und des Reallaborstandorts Heilbronn  stellt die Dieter Schwarz Stiftung zur Verfügung.  

Für die Arbeit an den anderen Reallaborstandorten beantragt die Initiative Zukunftsbildung Bundesmittel. Das Reallabor Burgenlandkreis erhält rund 4,75 Millionen Euro im Rahmen des STARK-Förderprogramms für den Strukturwandel in deutschen Kohleregionen des Bundes.

Derzeit gibt es je ein Reallabor in Heilbronn (Baden-Württemberg) und im Burgenlandkreis (Sachen-Anhalt). Die Initiative Zukunftsbildung plant ihre Standorte bewusst an Orten, die den Wandel aktuell bereits besonders spüren.

Weitere Reallabore sind in Görlitz (Sachsen) sowie im Rheinischen Revier (NRW) geplant. Von den Standorten soll ein Veränderungsimpuls in das jeweilige Bundesland und in die ganze Bildungsrepublik ausgehen.

Der Burgenlandkreis befindet sich mitten im Strukturwandel. Der Ausstieg aus der Braunkohle verändert die Region und stellt viele Menschen vor neue Herausforderungen. Dazu trägt zusätzlich der demografische Wandel bei. Gleichzeitig bietet diese Veränderungen die Chance, Dinge neu zu denken und gemeinsam zu gestalten. Genau hier setzt unser Reallabor an.

Heilbronn steht wie kaum eine andere Region für tiefgreifenden Wandel – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell. Die Transformation der Automobilindustrie und die stetige Erweiterung des Bildungscampus sind nur zwei Beispiele für die Veränderungen, die Menschen vor Ort erleben. Für uns ist Heilbronn deshalb kein Zufallsstandort, sondern bewusst gewählter Ausgangspunkt für zukunftsweisende Bildungsarbeit.

Sie können sich jederzeit mit Fragen und Anregungen an das Reallabor in Ihrer Region wenden. Kontaktdaten finden Sie hier:

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Kinder im Fokus. Bildung im Wandel. Das ist der Leitsatz, der das Handeln der Initiative Zukunftsbildung prägt. Wir sind eine gemeinnützige Organisation deren Ziel es ist, dass alle Kinder in Deutschland Zugang zu guter Bildung in Kita, Hort und Grundschule haben. Diese stärkt sie, um eine Welt im Wandel aktiv zu gestalten.

Um das zu erreichen, denken wir die Bildung von morgen heute anders. Wir erproben neue Wege, erforschen innovative Konzepte und evaluieren ihre Wirkung. Dabei stehen die Kinder stets im Zentrum. Wir gestalten den Bildungswandel nicht allein. Wir holen uns starke Partner:innen an die Seite. Wir flechten Netzwerke, stoßen Dialoge an und verändern gemeinsam mit Praxis und Wissenschaft, Verwaltung und Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft das System.

Die Welt verändert sich ständig, zum Beispiel durch neue Technologien, den Klimawandel oder gesellschaftliche Veränderungen. Kinder müssen deshalb heute Fähigkeiten erlernen, die ihnen helfen, mit Veränderungen von morgen gut umzugehen.

Dazu gehören Zuversicht, sozial-emotionale Fähigkeiten, Selbstregulation, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaftsfähigkeit. Wichtige Bildungsbereiche sind außerdem Kritisches Denken, Kommunizieren, Ästhetische Bildung und gesund leben.

Diese Kompetenzen stärken Kinder in ihrer Entwicklung und befähigen sie, die Welt in Zukunft aktiv und verantwortlich mitzugestalten.

Ein Reallabor ist ein Netzwerk, in dem insgesamt 30 BIldungseinrichtungen gemeinsam mit Bildungsforschenden, Erzieher:innen und Lehrkräften neue Ideen für gute Bildung entwickeln. Diese werden direkt in ihrer Einrichtung erprobt und weiterentwickelt. Je nach Region gehören dazu Kitas, Horte und Grundschulen.

Im Reallabor arbeiten Praxis und Wissenschaft eng zusammen: Erfahrungen aus dem pädagogischen Alltag fließen in die Forschung ein. Gleichzeitig werden wissenschaftliche Erkenntnisse so aufbereitet, dass sie im Alltag genutzt werden können.

So können neue Ansätze für Bildung unter realen Bedingungen erprobt, reflektiert und gemeinsam verbessert werden.

Die Initiative Zukunftsbildung begleitet jede Zukunftseiinrichtung über drei Jahre dabei, eine gute und zukunftsorientierte Bildung umzusetzen.

Dafür bieten wir verschiedene Veranstaltungen sowie Materialien und Methoden an, die die Einrichtung entsprechend ihrer Bedürfnisse nutzen kann. Darüber hinaus unterstützen wir die Einrichtung direkt vor Ort, je nach Bedarf zum Beispiel durch Workshops, Hospitationen und Veranstaltungen für Eltern.

So schaffen wir Raum für Austausch, neue Ideen und gemeinsame Entwicklung.

Durch die Zusammenarbeit erhält die Einrichtung eine langfristige Begleitung bei ihrer pädagogischen Weiterentwicklung. Dabei erhält sie Zugang zu wissenschaftlich fundierten Methoden, fachlichem Austausch und Fortbildungen.

Alle teilnehmenden Einrichtungen investieren durch die Zusammenarbeit in die eigene pädagogische Qualität, die sich wiederrum positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt

Wenn Ihr Kind eine Reallaboreinrichtung besucht, bedeutet das, dass es in einer Umgebung lernt, die auf Freude am Lernen ausgerichtet ist. Gleichzeitig wird in der Reallaboreinrichtung eine Bildung umgesetzt, die Ihr Kind auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.

Wir arbeiten dabei mit dem Team der Einrichtung zusammen und unterstützen dieses durch fachliche Begleitung, Materialien und neue Impulse für die pädagogische Arbeit. Mit den Kindern selbst arbeiten wir in der Regel nicht.

Sollte im Verlauf des Projekts eine Befragung oder Beobachtung von Kindern sinnvoll sein, erfolgt dies nur unter den dafür geltenden Voraussetzungen.

Die Anschubfinanzierung zur Gründung der Zentrale und des Reallaborstandorts Heilbronn  stellt die Dieter Schwarz Stiftung zur Verfügung.  

Für die Arbeit an den anderen Reallaborstandorten beantragt die Initiative Zukunftsbildung Bundesmittel. Das Reallabor Burgenlandkreis erhält rund 4,75 Millionen Euro im Rahmen des STARK-Förderprogramms für den Strukturwandel in deutschen Kohleregionen des Bundes.

Derzeit gibt es je ein Reallabor in Heilbronn (Baden-Württemberg) und im Burgenlandkreis (Sachen-Anhalt). Die Initiative Zukunftsbildung plant ihre Standorte bewusst an Orten, die den Wandel aktuell bereits besonders spüren.

Weitere Reallabore sind in Görlitz (Sachsen) sowie im Rheinischen Revier (NRW) geplant. Von den Standorten soll ein Veränderungsimpuls in das jeweilige Bundesland und in die ganze Bildungsrepublik ausgehen.

Der Burgenlandkreis befindet sich mitten im Strukturwandel. Der Ausstieg aus der Braunkohle verändert die Region und stellt viele Menschen vor neue Herausforderungen. Dazu trägt zusätzlich der demografische Wandel bei. Gleichzeitig bietet diese Veränderungen die Chance, Dinge neu zu denken und gemeinsam zu gestalten. Genau hier setzt unser Reallabor an.

Heilbronn steht wie kaum eine andere Region für tiefgreifenden Wandel – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell. Die Transformation der Automobilindustrie und die stetige Erweiterung des Bildungscampus sind nur zwei Beispiele für die Veränderungen, die Menschen vor Ort erleben. Für uns ist Heilbronn deshalb kein Zufallsstandort, sondern bewusst gewählter Ausgangspunkt für zukunftsweisende Bildungsarbeit.

Sie können sich jederzeit mit Fragen und Anregungen an das Reallabor in Ihrer Region wenden. Kontaktdaten finden Sie hier: