Selbstregulation als Zukunftskompetenz

So war die vierte Innovationswerkstatt im Reallabor Heilbronn

19.05.2026

Heilbronn

Vanessa Dietz

Großer medialer Andrang bei der 4. Innovationswerksatt des Reallabor Heilbronn.

Bei der vierten Innovationswerkstatt im Reallabor Heilbronn setzten sich die Innovationsteams aus 31 Kitas und Grundschulen mit kognitiver Selbstregulation, exekutiven Funktionen und konkreten Umsetzungsmöglichkeiten für den pädagogischen Alltag auseinander.

Wie muss Bildung gestaltet sein, damit Kinder lernen, Impulse zu steuern, sich zu konzentrieren, Ziele zu verfolgen und an Aufgaben dranzubleiben? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die 4. Innovationswerkstatt im Reallabor Heilbronn der Initiative Zukunftsbildung.

Gemeinsam mit den teilnehmenden Innovationsteams aus 31 Kitas und Grundschulen vertieften die Teilnehmenden das Thema kognitive Selbstregulation und setzten sich praxisnah mit exekutiven Funktionen und Lernstrategien auseinander. Die Veranstaltung knüpfte an den vorausgegangenen Online-Impuls mit Dr. Janina Eberhart, Entwicklungspsychologin und Bildungsforscherin an der Universität Tübingen, an und überführte die theoretischen Inhalte in konkrete Anwendungsmöglichkeiten für den pädagogischen Alltag.

Selbstregulation als Schlüsselkompetenz

Kognitive Selbstregulation beschreibt die Fähigkeit, Aufmerksamkeit zu steuern, Impulse zu kontrollieren, Informationen im Arbeitsgedächtnis zu behalten und Handlungen zielgerichtet auszurichten. Diese sogenannten exekutiven Funktionen entwickeln sich besonders intensiv in der frühen Kindheit und gelten als wichtige Grundlage für Lernprozesse, Bildungserfolg und soziale Teilhabe.

Im Mittelpunkt der Innovationswerkstatt stand deshalb die Frage, wie Kinder in ihrer kognitiven Selbstregulation gestärkt werden können – und welche Rolle pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei spielen.

Dabei wurde deutlich: Exekutive Funktionen entwickeln sich nicht isoliert, sondern in vielfältigen Alltagssituationen. Gerade Kita und Grundschule bieten zahlreiche Möglichkeiten, Konzentration, Impulskontrolle, flexible Denkprozesse und Ausdauer gezielt zu fördern.

Gemeinsam Umsetzungsideen entwickeln

Die Innovationswerkstatt stellte den Austausch zwischen den Zukunftseinrichtungen in den Mittelpunkt. Aufbauend auf wissenschaftlich fundierten Materialien und konkreten Methoden zur Förderung kognitiver Selbstregulation setzten sich die teilnehmenden Kitas und Grundschulen intensiv mit möglichen Umsetzungen im eigenen Alltag auseinander. Gemeinsam diskutierten die Teams, wie sich die vorgestellten Ansätze in bestehende Strukturen und pädagogische Prozesse integrieren lassen.

Dabei richtete sich der Blick nicht nur auf einzelne pädagogische Situationen, sondern auch auf strukturelle Fragen der Zusammenarbeit und Weiterentwicklung in den Einrichtungen. Organisationsentwicklung begleitete diesen Prozess als übergeordnetes Querschnittthema und floss in die Diskussionen und Überlegungen der Teams ein.

In den Arbeitsphasen und Reflexionsrunden entstand ein intensiver Austausch darüber, wie Kinder im Alltag dabei unterstützt werden können, Aufmerksamkeit zu fokussieren, Handlungsabläufe zu planen, Impulse zu kontrollieren und Aufgaben konzentriert zu Ende zu führen. Die Verbindung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischer Erfahrung erwies sich dabei als zentrale Grundlage für die gemeinsame Weiterentwicklung.

Als Anregung stellte das Prozess-Begleitungsteam der Initiative Zukunftsbildung ein Kartenset zur Stärkung von Selbstregulationsfähigkeiten bei Kindern vor. Das Set versteht sich nicht als abgeschlossenes Konzept, sondern als offenes Arbeitsinstrument. Die Einrichtungen greifen die wissenschaftlich fundierten Impulse auf, erweitern sie durch eigene Methoden und entwickeln sie im Praxisalltag weiter.

Öffentlichkeit begleitet die Innovationswerkstatt

Medial stieß die 4. Innovationswerkstatt auf großes Interesse: Vertreten waren die Heilbronner Stimme, das l-tv Landesfernsehen sowie das Seeräuber Blättle.

Den Beitrag von l-tv finden Sie hier. Der Artikel im Seeräuber Blättle erscheint in der Ausgabe 599.  

Gemeinsam Zukunftskompetenzen stärken

Die 4. Innovationswerkstatt zeigte erneut, wie wertvoll der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis für die Weiterentwicklung von Bildung in Kita und Schule ist. Im Reallabor Heilbronn entstehen so konkrete Impulse für den pädagogischen Alltag und neue Perspektiven auf die Stärkung von Zukunftskompetenzen.

Im nächsten Online-Impuls rückt die sozial-emotionale Selbstregulation in den Mittelpunkt. Damit setzt die Initiative Zukunftsbildung den fachlichen Austausch konsequent fort und verbindet die verschiedenen Dimensionen von Selbstregulation Schritt für Schritt miteinander.

Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Einrichtungen für den engagierten Austausch und freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Schritte.

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FAQ

Fragen zur Arbeit, den Themenfeldern, den Anforderungen an Einrichtungen und vieles mehr

Kinder im Fokus. Bildung im Wandel. Das ist der Leitsatz, der das Handeln der Initiative Zukunftsbildung prägt. Wir sind eine gemeinnützige Organisation deren Ziel es ist, dass alle Kinder in Deutschland Zugang zu guter Bildung in Kita, Hort und Grundschule haben. Diese stärkt sie, um eine Welt im Wandel aktiv zu gestalten.

Um das zu erreichen, denken wir die Bildung von morgen heute anders. Wir erproben neue Wege, erforschen innovative Konzepte und evaluieren ihre Wirkung. Dabei stehen die Kinder stets im Zentrum. Wir gestalten den Bildungswandel nicht allein. Wir holen uns starke Partner:innen an die Seite. Wir flechten Netzwerke, stoßen Dialoge an und verändern gemeinsam mit Praxis und Wissenschaft, Verwaltung und Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft das System.

Die Welt verändert sich ständig, zum Beispiel durch neue Technologien, den Klimawandel oder gesellschaftliche Veränderungen. Kinder müssen deshalb heute Fähigkeiten erlernen, die ihnen helfen, mit Veränderungen von morgen gut umzugehen.

Dazu gehören Zuversicht, sozial-emotionale Fähigkeiten, Selbstregulation, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaftsfähigkeit. Wichtige Bildungsbereiche sind außerdem Kritisches Denken, Kommunizieren, Ästhetische Bildung und gesund leben.

Diese Kompetenzen stärken Kinder in ihrer Entwicklung und befähigen sie, die Welt in Zukunft aktiv und verantwortlich mitzugestalten.

Ein Reallabor ist ein Netzwerk, in dem insgesamt 30 BIldungseinrichtungen gemeinsam mit Bildungsforschenden, Erzieher:innen und Lehrkräften neue Ideen für gute Bildung entwickeln. Diese werden direkt in ihrer Einrichtung erprobt und weiterentwickelt. Je nach Region gehören dazu Kitas, Horte und Grundschulen.

Im Reallabor arbeiten Praxis und Wissenschaft eng zusammen: Erfahrungen aus dem pädagogischen Alltag fließen in die Forschung ein. Gleichzeitig werden wissenschaftliche Erkenntnisse so aufbereitet, dass sie im Alltag genutzt werden können.

So können neue Ansätze für Bildung unter realen Bedingungen erprobt, reflektiert und gemeinsam verbessert werden.

Die Initiative Zukunftsbildung begleitet jede Zukunftseiinrichtung über drei Jahre dabei, eine gute und zukunftsorientierte Bildung umzusetzen.

Dafür bieten wir verschiedene Veranstaltungen sowie Materialien und Methoden an, die die Einrichtung entsprechend ihrer Bedürfnisse nutzen kann. Darüber hinaus unterstützen wir die Einrichtung direkt vor Ort, je nach Bedarf zum Beispiel durch Workshops, Hospitationen und Veranstaltungen für Eltern.

So schaffen wir Raum für Austausch, neue Ideen und gemeinsame Entwicklung.

Durch die Zusammenarbeit erhält die Einrichtung eine langfristige Begleitung bei ihrer pädagogischen Weiterentwicklung. Dabei erhält sie Zugang zu wissenschaftlich fundierten Methoden, fachlichem Austausch und Fortbildungen.

Alle teilnehmenden Einrichtungen investieren durch die Zusammenarbeit in die eigene pädagogische Qualität, die sich wiederrum positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt

Wenn Ihr Kind eine Reallaboreinrichtung besucht, bedeutet das, dass es in einer Umgebung lernt, die auf Freude am Lernen ausgerichtet ist. Gleichzeitig wird in der Reallaboreinrichtung eine Bildung umgesetzt, die Ihr Kind auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.

Wir arbeiten dabei mit dem Team der Einrichtung zusammen und unterstützen dieses durch fachliche Begleitung, Materialien und neue Impulse für die pädagogische Arbeit. Mit den Kindern selbst arbeiten wir in der Regel nicht.

Sollte im Verlauf des Projekts eine Befragung oder Beobachtung von Kindern sinnvoll sein, erfolgt dies nur unter den dafür geltenden Voraussetzungen.

Die Anschubfinanzierung zur Gründung der Zentrale und des Reallaborstandorts Heilbronn  stellt die Dieter Schwarz Stiftung zur Verfügung.  

Für die Arbeit an den anderen Reallaborstandorten beantragt die Initiative Zukunftsbildung Bundesmittel. Das Reallabor Burgenlandkreis erhält rund 4,75 Millionen Euro im Rahmen des STARK-Förderprogramms für den Strukturwandel in deutschen Kohleregionen des Bundes.

Derzeit gibt es je ein Reallabor in Heilbronn (Baden-Württemberg) und im Burgenlandkreis (Sachen-Anhalt). Die Initiative Zukunftsbildung plant ihre Standorte bewusst an Orten, die den Wandel aktuell bereits besonders spüren.

Weitere Reallabore sind in Görlitz (Sachsen) sowie im Rheinischen Revier (NRW) geplant. Von den Standorten soll ein Veränderungsimpuls in das jeweilige Bundesland und in die ganze Bildungsrepublik ausgehen.

Der Burgenlandkreis befindet sich mitten im Strukturwandel. Der Ausstieg aus der Braunkohle verändert die Region und stellt viele Menschen vor neue Herausforderungen. Dazu trägt zusätzlich der demografische Wandel bei. Gleichzeitig bietet diese Veränderungen die Chance, Dinge neu zu denken und gemeinsam zu gestalten. Genau hier setzt unser Reallabor an.

Heilbronn steht wie kaum eine andere Region für tiefgreifenden Wandel – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell. Die Transformation der Automobilindustrie und die stetige Erweiterung des Bildungscampus sind nur zwei Beispiele für die Veränderungen, die Menschen vor Ort erleben. Für uns ist Heilbronn deshalb kein Zufallsstandort, sondern bewusst gewählter Ausgangspunkt für zukunftsweisende Bildungsarbeit.

Sie können sich jederzeit mit Fragen und Anregungen an das Reallabor in Ihrer Region wenden. Kontaktdaten finden Sie hier:

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Um das zu erreichen, denken wir die Bildung von morgen heute anders. Wir erproben neue Wege, erforschen innovative Konzepte und evaluieren ihre Wirkung. Dabei stehen die Kinder stets im Zentrum. Wir gestalten den Bildungswandel nicht allein. Wir holen uns starke Partner:innen an die Seite. Wir flechten Netzwerke, stoßen Dialoge an und verändern gemeinsam mit Praxis und Wissenschaft, Verwaltung und Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft das System.

Die Welt verändert sich ständig, zum Beispiel durch neue Technologien, den Klimawandel oder gesellschaftliche Veränderungen. Kinder müssen deshalb heute Fähigkeiten erlernen, die ihnen helfen, mit Veränderungen von morgen gut umzugehen.

Dazu gehören Zuversicht, sozial-emotionale Fähigkeiten, Selbstregulation, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaftsfähigkeit. Wichtige Bildungsbereiche sind außerdem Kritisches Denken, Kommunizieren, Ästhetische Bildung und gesund leben.

Diese Kompetenzen stärken Kinder in ihrer Entwicklung und befähigen sie, die Welt in Zukunft aktiv und verantwortlich mitzugestalten.

Ein Reallabor ist ein Netzwerk, in dem insgesamt 30 BIldungseinrichtungen gemeinsam mit Bildungsforschenden, Erzieher:innen und Lehrkräften neue Ideen für gute Bildung entwickeln. Diese werden direkt in ihrer Einrichtung erprobt und weiterentwickelt. Je nach Region gehören dazu Kitas, Horte und Grundschulen.

Im Reallabor arbeiten Praxis und Wissenschaft eng zusammen: Erfahrungen aus dem pädagogischen Alltag fließen in die Forschung ein. Gleichzeitig werden wissenschaftliche Erkenntnisse so aufbereitet, dass sie im Alltag genutzt werden können.

So können neue Ansätze für Bildung unter realen Bedingungen erprobt, reflektiert und gemeinsam verbessert werden.

Die Initiative Zukunftsbildung begleitet jede Zukunftseiinrichtung über drei Jahre dabei, eine gute und zukunftsorientierte Bildung umzusetzen.

Dafür bieten wir verschiedene Veranstaltungen sowie Materialien und Methoden an, die die Einrichtung entsprechend ihrer Bedürfnisse nutzen kann. Darüber hinaus unterstützen wir die Einrichtung direkt vor Ort, je nach Bedarf zum Beispiel durch Workshops, Hospitationen und Veranstaltungen für Eltern.

So schaffen wir Raum für Austausch, neue Ideen und gemeinsame Entwicklung.

Durch die Zusammenarbeit erhält die Einrichtung eine langfristige Begleitung bei ihrer pädagogischen Weiterentwicklung. Dabei erhält sie Zugang zu wissenschaftlich fundierten Methoden, fachlichem Austausch und Fortbildungen.

Alle teilnehmenden Einrichtungen investieren durch die Zusammenarbeit in die eigene pädagogische Qualität, die sich wiederrum positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt

Wenn Ihr Kind eine Reallaboreinrichtung besucht, bedeutet das, dass es in einer Umgebung lernt, die auf Freude am Lernen ausgerichtet ist. Gleichzeitig wird in der Reallaboreinrichtung eine Bildung umgesetzt, die Ihr Kind auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.

Wir arbeiten dabei mit dem Team der Einrichtung zusammen und unterstützen dieses durch fachliche Begleitung, Materialien und neue Impulse für die pädagogische Arbeit. Mit den Kindern selbst arbeiten wir in der Regel nicht.

Sollte im Verlauf des Projekts eine Befragung oder Beobachtung von Kindern sinnvoll sein, erfolgt dies nur unter den dafür geltenden Voraussetzungen.

Die Anschubfinanzierung zur Gründung der Zentrale und des Reallaborstandorts Heilbronn  stellt die Dieter Schwarz Stiftung zur Verfügung.  

Für die Arbeit an den anderen Reallaborstandorten beantragt die Initiative Zukunftsbildung Bundesmittel. Das Reallabor Burgenlandkreis erhält rund 4,75 Millionen Euro im Rahmen des STARK-Förderprogramms für den Strukturwandel in deutschen Kohleregionen des Bundes.

Derzeit gibt es je ein Reallabor in Heilbronn (Baden-Württemberg) und im Burgenlandkreis (Sachen-Anhalt). Die Initiative Zukunftsbildung plant ihre Standorte bewusst an Orten, die den Wandel aktuell bereits besonders spüren.

Weitere Reallabore sind in Görlitz (Sachsen) sowie im Rheinischen Revier (NRW) geplant. Von den Standorten soll ein Veränderungsimpuls in das jeweilige Bundesland und in die ganze Bildungsrepublik ausgehen.

Der Burgenlandkreis befindet sich mitten im Strukturwandel. Der Ausstieg aus der Braunkohle verändert die Region und stellt viele Menschen vor neue Herausforderungen. Dazu trägt zusätzlich der demografische Wandel bei. Gleichzeitig bietet diese Veränderungen die Chance, Dinge neu zu denken und gemeinsam zu gestalten. Genau hier setzt unser Reallabor an.

Heilbronn steht wie kaum eine andere Region für tiefgreifenden Wandel – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell. Die Transformation der Automobilindustrie und die stetige Erweiterung des Bildungscampus sind nur zwei Beispiele für die Veränderungen, die Menschen vor Ort erleben. Für uns ist Heilbronn deshalb kein Zufallsstandort, sondern bewusst gewählter Ausgangspunkt für zukunftsweisende Bildungsarbeit.

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